Konservative/interventionelle Schmerztherapie
Die Ambulanz steht allen Patienten mit akuten oder chronischen Schmerzen offen.

Akute Schmerzen
Behandelt werden plötzlich auftretende Schmerzen, wie z.B. akute, heftige Kreuz- oder Nackenschmerzen, möglicherweise mit Ausstrahlung in die Arme und Beine bei Bandscheibenvorfällen oder degenerativen Wirbelsäulenveränderungen, heftige, anhaltende, nicht zu beeinflussende Kopfschmerzen z.B. Migräneanfälle, Spannungskopfschmerz, Clusterkopfschmerz, Trigeminusneuralgie, akute Gelenk- und Muskel-Sehnen-Schmerzen, akute Entzündungen an der Hand oder am Fuß bei einer Reflexdystrophie (Morbus Sudeck, CRPS-Syndrom I), heftige Nervenschmerzen bei einer Wundrose (Herpes Zoster) oder Nerven-Kompressionssyndrome an Armen und Beinen.
In der Ambulanz wird eine sorgfältige Schmerzanamnese, eine Schmerzanalyse und Diagnostik durchgeführt. Danach entscheiden wir, ob weitere diagnostische Maßnahmen, eine weiterführende ambulante Behandlung oder eine stationäre Aufnahme erforderlich sind.
Das Ergebnis der Untersuchung mit Behandlungsvorschlag wird dem Patienten und behandelndem Arzt sofort mitgeteilt. In der Regel erfolgt die Behandlung weiter ambulant unter der Regie des überweisenden Arztes, gegebenenfalls mit Wiedervorstellungstermin in unserer Ambulanz. Sollte sich herausstellen, dass die Schmerzen unerträglich sind, der Patient in seiner Mobilität erheblich behindert ist, die ambulante Behandlung nicht möglich oder ausreichend ist, z.B. bei einem akuten Bandscheibenvorfall, akuter Zostersymptomatik, einem Morbus Sudeck (CRPS I) oder bei akuten Nervenschmerzen, ist eine sofortige stationäre Aufnahme in unserem Haus zu einer intensiven konservativen Behandlung mit interventionellen Maßnahmen, z. B. Infusionen, gezielten Injektionen oder Katheteranlage möglich.
Chronische Schmerzen
Wenn Sie längere Zeit, über Wochen, Monate oder gar Jahre anhaltend oder immer wieder Schmerzen haben, bedarf eine sinnvolle Vorstellung in unserer Ambulanz einer sorgfältigen Vorbereitung ihres Vorstellungs-termines. Dafür erhalten Sie einen Schmerzfragebogen, in dem Sie bitte Ihre bisherige Krankheitsvorgeschichte festhalten und ihre aktuelle Situation genau beschreiben. Fügen Sie diesem Bogen auch Fotokopien von allen Arztbriefen, Krankenhausaufenthalten, Gutachten, Stellungnahmen, Befunden von Röntgenuntersuchungen usw. bei. So kann sich der Ambulanzarzt für Ihren Besuch gezielt vorbereiten und wiederholte Untersuchungen vermeiden.
Da wir uns für jeden Patienten aufgrund der umfangreichen Vorbereitung und ausführlichen Besprechung und Untersuchung viel Zeit nehmen, bitten wir um Verständnis, wenn die Wartezeit auf einen Termin nach Eingang des Schmerzfragebogens einige Zeit in Anspruch nimmt. Für die Erstuntersuchung in unserer Ambulanz müssen Sie in der Regel zwei Stunden einkalkulieren. Im Gespräch mit Ihnen unter Zuhilfenahme der vorliegenden Unterlagen erstellen wir eine ausführliche Schmerzanamnese und Schmerzanalyse, führen eine sorgfältige körperliche Untersuchung durch und erstellen eine differenzierte Diagnose. Sollten sich weitere Maßnahmen zur Abklärung des Schmerzbildes ergeben, werden diese in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt sofort veranlasst. In der Ambulanz wird nach sorgfältiger Untersuchung unter Berücksichtigung der vorliegenden Befunde entschieden, ob die weitere Behandlung beim überweisenden Arzt erfolgt oder ein Therapieprogramm in unserer Ambulanz, in unserer Tagesklinik oder im stationären Bereich indiziert ist.
Spezialsprechstunden
Je nach Schmerzlokalisation und Schmerztyp stehen dem Schmerzpatienten in unserer Ambulanz sowohl bei akuten als auch bei chronischen Schmerzen folgende Spezialsprechstunden zur Verfügung:
- Rückenschmerz
- Kopf- und Gesichtsschmerz
- neuropathischer (Nerven-) Schmerz
- Rheumaschmerz
- Tumorschmerz
Diese leiten Kollegen, die sich durch ihre fachärztliche Ausrichtung und Beschäftigung mit wissenschaftlichen Fragestellungen mit der entsprechenden Thematik besonders intensiv befassen. Ziel ist es, die Diagnostik unklarer Schmerzzustände zu komplettieren und die oft unklaren Beschwerden näher abzuklären, gegebenenfalls durch Absprache im interdisziplinären Team. Bei den meisten Patienten wird dies in der Ambulanz durchgeführt. Bei schwierigen und sehr komplexen Situationen kann aber auch eine stationäre Behandlung erforderlich sein.
Sind operative Maßnahmen erforderlich, werden Sie im Bereich Neurochirurgie unserer Schmerz-Klinik aufgenommen.
Mit der Abklärung des unklaren Schmerzbildes eröffnet sich die Möglichkeit, ein spezifisches Behandlungsprogramm zu erstellen, das wir dann Ihrem behandelnden Arzt empfehlen. Je nach Behandlungsumfang kann dies entweder bei ihm durchgeführt werden oder als berufsbegleitendes Therapieprogramm, als teilstationäre Behandlung oder als stationäre Behandlung im Schmerz-Zentrum Mainz.
Kontakt
| Anmeldung |
Tel. (0 61 31) 9 88-5 30 |
| DRK Schmerz-Zentrum Mainz Auf der Steig 16 55131 Mainz | |
| Privatambulanz |
Chefarzt Prof. Dr. med. Hans-Raimund Casser |
| FA für Orthopädie-Rheumatologie Spezielle Schmerztherapie Sportmedizin Chirotherapie, Physikalische Therapie | |
| Curriculum vitae | |
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| Tel. (0 61 31) 9 88-5 01 | |
| Fax (0 61 31) 9 88-5 05 | |




